Deutsch-Rumänische Kommission

Deutsch-Rumänische Kommission

Die 22. Sitzung der Deutsch-Rumänischen Regierungskommission für die Belange der deutschen Minderheit in Rumänien tagte am 13. Juni in Hermannstadt/Sibiu. Geleitet wurde sie von Dr. Bernd Fabritius, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, gemeinsam mit dem rumänischen Minister für Europäische Angelegenheiten, George Ciamba. An der Kommissionssitzung nahmen Dr. Paul-Jürgen Porr und der Abgeordnete Ovidiu Gant als Vertreter des DFDR, der deutsche Botschafter in Rumänien, Cord Meier-Klodt, die Bundesvorsitzenden der Verbände der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Peter Dietmar Leber und Herta Daniel, Repräsentanten von Ministerien beider Staaten sowie Akteure der deutsch-rumänischen Partnerschaftsbeziehungen teil.
Die beiden Vorsitzenden brachten ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die deutsche Minderheit einen eigenständigen Beitrag leisten kann, das gute und freundschaftliche Verhältnis zwischen Deutschland und Rumänien zu stärken sowie kulturelle und zivilgesellschaftliche Brücken zwischen den beiden Ländern zu bauen. Im Abschlussprotokoll der 22. Sitzung der Deutsch-Rumänischen Regierungskommission für Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien unterstreichen beide Regierungen die Wichtigkeit der deutschen Gemeinschaft als bikulturelles Bindeglied eigener Prägung und als Brückenbauer zwischen Rumänien und Deutschland.
In gewohnt freundschaftlicher Atmosphäre behandelte die Regierungskommission auch sensible, die deutsche Minderheit betreffende Fragen. Schwerpunkte der diesbezüglich geführten Diskussionen waren die Unterstützung des deutschen Schulsystems in Rumänien sowie die Finanzierung von Altenheimplätzen für Angehörige der deutschen Minderheit.
Thematisiert wurden auch die verleumderischen Angriffe gegen die deutsche Minderheit in Rumänien durch hohe Vertreter der Regierungskoalition. Fabritius dankte der jüdischen Gemeinschaft in Rumänien, die sich im Sinne effektiven Minderheitenschutzes an die Seite der deutschen Minderheit gestellt hatte.